Warum wir DEET-frei sind: Was DEET mit der Umwelt macht

Why We’re DEET-Free: What DEET Does to the Environment

Warum wir DEET-frei sind: Was DEET mit der Umwelt macht

Das Wichtigste in Kürze

  • DEET ist ein synthetisches Repellent, das beim Menschen gut wirkt, doch die Forschung findet es immer wieder in Flüssen, Bächen und Abwasser, weil es von der Haut abgewaschen und in riesigen Mengen in den Abfluss gespült wird.
  • Herkömmliche Kläranlagen entfernen DEET nicht vollständig, weshalb es weltweit zu den am häufigsten nachgewiesenen menschengemachten Chemikalien im Oberflächenwasser zählt.
  • DEET ist ein Lösungsmittel – dieselbe Eigenschaft, die Kunststoffe, Uhrenarmbänder und Synthetikstoffe angreift, macht es in höheren Konzentrationen auch für Wasserlebewesen bedenklich.
  • incognito® verwendet PMD (para-menthane-3,8-diol), einen pflanzlich gewonnenen Wirkstoff, der vegan und biologisch abbaubar ist und zur selben Klasse von Repellents gehört, die Gesundheitsbehörden neben DEET empfehlen.
  • Sie müssen Schutz nicht gegen die Umwelt eintauschen: pflanzenbasiertes PMD ist klinisch erprobt und wird sowohl gegen Mücken als auch gegen Zecken empfohlen.

DEET (chemische Bezeichnung N,N-diethyl-meta-toluamide) schützt Menschen seit den 1950er-Jahren vor Mückenstichen und ist nach wie vor wirksam. Doch jedes Produkt hinterlässt Spuren, die über die Person hinausgehen, die es nutzt. Dieser Artikel betrachtet, was DEET tut, sobald es Ihre Haut verlässt – und warum wir incognito® stattdessen um eine pflanzlich gewonnene Alternative herum aufbauen.

Ist DEET schlecht für die Umwelt?

Für die meisten Menschen gilt DEET bei bestimmungsgemäßer Anwendung als sicher – das ist unbestritten. Die Umweltfrage ist eine andere: Was geschieht mit den Millionen Litern Repellent, die jeden Sommer weltweit aufgetragen werden, sobald sie unter der Dusche, im Meer oder im Regen abgewaschen werden? DEET wird in enormen Mengen eingesetzt, und ein großer Teil davon landet im Wasserkreislauf. Behörden stufen es als Chemikalie ein, die sich nicht stark bioakkumuliert, doch allein durch das schiere Ausmaß des Verbrauchs ist es dauerhaft in der Umwelt präsent.

Wie DEET in unsere Gewässer gelangt

DEET gelangt auf ganz alltäglichen Wegen in die Umwelt:

  • Waschen und Baden – Repellent wird beim Duschen sowie in Seen, Flüssen und im Meer von der Haut gespült.
  • In den Abfluss – dieses Duschwasser fließt zu Kläranlagen, die nicht darauf ausgelegt sind, DEET vollständig zu entfernen.
  • Regenabfluss – Rückstände auf Haut und Kleidung werden in die Kanalisation und in den Boden getragen.

Weil es so weit verbreitet ist und nur teilweise durch die Klärung entfernt wird, wird DEET immer wieder in Oberflächengewässern nachgewiesen. Wissenschaftler beschreiben Verbindungen wie diese als pseudo-persistent: Einzelne Moleküle bauen sich recht schnell ab, doch durch den ständigen Nachschub ist die Chemikalie fast immer irgendwo im Wasser vorhanden.

Was DEET anrichtet, sobald es im Wasser ist

DEET ist ein Lösungsmittel. Wer schon einmal beobachtet hat, wie es eine Sonnenbrille eintrübt, ein Uhrenarmband aus Kunststoff aufweicht oder eine Synthetikjacke fleckt, hat das aus erster Hand erlebt. Genau diese Lösungsmittelwirkung ist der Grund, warum Forscher ihre Auswirkung auf Wasserorganismen untersuchen. In den niedrigen Konzentrationen, die üblicherweise in der Umwelt vorkommen, gilt DEET nicht als große akute Gefahr, doch Laborstudien haben gezeigt, dass es in höheren Konzentrationen für manche Fische und Süßwasser-Wirbellose mäßig giftig sein kann. Gerade weil es in Süßwasser fast überall auftaucht, wird es in der Gewässerüberwachung als Marker für menschliche Verunreinigung genutzt.

DEET und Alltagsmaterialien

Der Lösungsmitteleffekt ist nicht nur eine Fußnote für die Umwelt – er zeigt sich auch im Urlaub. DEET kann Folgendes auflösen oder stumpf werden lassen:

  • Kunststoffe und lackierte Oberflächen
  • Brillengestelle und Brillengläser
  • Uhrenarmbänder und Handyhüllen
  • Synthetikstoffe und manche wasserabweisende Beschichtungen

DEET vs. pflanzenbasiertes PMD: ein Umweltvergleich

FaktorDEETPflanzenbasiertes PMD (incognito®)
HerkunftSynthetische ChemikaliePflanzlich gewonnen aus javanischem Citronella (Cymbopogon winterianus)
Biologisch abbaubarBaut sich ab, wird aber im Wasser ständig neu zugeführtJa – biologisch abbaubar
Häufig in Gewässern nachgewiesenJa – häufigKein weit verbreiteter Wasserschadstoff
Greift Kunststoffe und Stoffe anJa (Lösungsmittelwirkung)Nein
VeganJe nach Produkt unterschiedlichJa
Von Gesundheitsbehörden empfohlenJaJa (PMD ist ein EPA-registrierter, von CDC/ECDC empfohlener Wirkstoff)

Sowohl DEET als auch PMD stehen auf der engen Liste der Wirkstoffe, die Institutionen wie die CDC und die EPA für zuverlässigen Schutz empfehlen. Der Unterschied liegt darin, woraus sie bestehen und was sie hinterlassen.

Warum pflanzenbasiertes PMD unsere Antwort ist

PMD, oder para-menthane-3,8-diol, ist der Wirkstoff, der pflanzenbasierten Repellents ihre Langlebigkeit verleiht. Anders als reines Citronellaöl – das angenehm riecht, aber schon nach ein bis zwei Stunden nachlässt – bietet PMD lang anhaltenden Schutz und ist das einzige pflanzlich gewonnene Repellent, das führende Gesundheitsbehörden in dieselbe Empfehlungsstufe wie DEET einordnen. In unserer Rezeptur wird es aus Cymbopogon winterianus (javanisches Citronella) unter dem Handelsnamen Citrepel® gewonnen und ist sowohl vegan als auch biologisch abbaubar.

Wie incognito® hilft

Wir haben incognito® so entwickelt, dass Sie sich nie zwischen dem Schutz Ihrer selbst und dem Schutz der Natur entscheiden müssen. Unser DEET-freies Insektenschutzspray ist klinisch erprobt, vegan und biologisch abbaubar und wird sowohl gegen Mücken als auch gegen Zecken empfohlen. Wenn Sie sehen möchten, wie derselbe pflanzenbasierte Ansatz durch alles zieht, was wir herstellen – von Sprays über Sonnenpflege bis hin zur Linderung von Stichen –, entdecken Sie das gesamte incognito®-Sortiment. Der Wirkstoff erledigt seine Aufgabe auf Ihrer Haut und baut sich dann ab, statt sich in den Flüssen und Meeren anzureichern, zu denen Sie reisen, um sie zu genießen.

Häufige Fragen

Ist DEET schlecht für die Umwelt?
DEET gilt bei bestimmungsgemäßer Anwendung als sicher für den Menschen, wird aber in sehr großen Mengen eingesetzt und landet häufig in Flüssen, Bächen und Abwasser. Die herkömmliche Klärung entfernt es nicht vollständig, weshalb es zu den am häufigsten nachgewiesenen synthetischen Chemikalien im Oberflächenwasser zählt.

Verschmutzt DEET das Wasser?
Die Forschung findet DEET immer wieder in Oberflächengewässern, weil es schneller von der Haut abgewaschen und in den Abfluss gespült wird, als Kläranlagen es entfernen können. In Studien zur Wasserqualität wird es oft als Marker für die Verunreinigung durch menschliches Abwasser verwendet.

Ist ein DEET-freies Repellent genauso wirksam wie DEET?
Pflanzenbasiertes PMD ist der einzige botanisch gewonnene Wirkstoff, den Gesundheitsbehörden neben DEET empfehlen. Es bietet vergleichbaren, lang anhaltenden Schutz bei niedrigeren Konzentrationen und ist klinisch gegen Mücken und Zecken erprobt.

Was ist PMD und woher stammt es?
PMD (para-menthane-3,8-diol) ist der Wirkstoff in pflanzenbasierten Repellents. In incognito® wird es aus javanischem Citronella (Cymbopogon winterianus) gewonnen und ist vegan sowie biologisch abbaubar.

Warum greift DEET Kunststoff und Kleidung an?
DEET ist ein Lösungsmittel und kann daher Kunststoffe, Brillengläser, Uhrenarmbänder und Synthetikstoffe auflösen oder stumpf werden lassen. Pflanzenbasiertes PMD hat diesen Effekt nicht.

Quellen

Dieser Artikel dient ausschließlich der allgemeinen Information und stellt keine medizinische Beratung dar. Lesen und befolgen Sie stets das Produktetikett und wenden Sie sich für auf Sie zugeschnittene Empfehlungen an eine medizinische Fachkraft.